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Welcher denn nur?

Zuerst wird die Idee geboren, dass ein Hund die Familie erweitern soll.

Dann kommt die Frage, ob Rassehund oder ein Hund aus dem Tierheim.

Wenn Sie auf dieser Seite gelandet sind, haben Sie sich für einen Rassehund entschieden, vielleicht auch für einen Rhodesian Ridgeback. Denn, wenn die Entscheidung gefallen ist, wird das Internet durchsucht, um mehr über diese Rasse zu erfahren und ob sie zu Ihnen passt. Der nächste Schritt ist, dass Sie sich Züchterseiten anschauen und auch Kontakt mit einigen aufnehmen. Ist die Wahl auf einen Züchter gefallen, wird ein Besuchstermin vereinbart.

Der erste Besuch bei einem Züchter findet meistens in der 3.- 4. Lebenswoche der Welpen statt, wenn Sie Glück haben, vielleicht auch schon früher. Jetzt kommt die Qual der Wahl, welcher passt zu uns? Allen Familienmitgliedern steht ein großes Fragezeichen ins Geschicht geschrieben. Sind Sie bei einem guten Züchter gelandet, wird dieser Ihnen helfen. Durch aufmerksames Zuhören erfährt er schon, was die Familie sich wünscht, ein Hund für alle Fälle. Naja, das bekommt man nie ganz hin, aber doch fast. Jetzt erzähle ich Ihnen ein großes Geheimnis, die wenigsten Welpenkäufer suchen sich ihren Welpen alleine aus, manchmal helfen wir dem Glück ein bisschen nach. Denn Besucher erleben nur die Momente, in denen sie da sind; wir leben mit den Kleinen und kennen ihre Stärken und Schwächen.

Oft wird gesagt, der Welpe, der auf mich zukommt, der ist es, denn er hat mich ausgesucht. Oje, das ist Quatsch, er kam vielleicht gerade in Ihre Richtung oder läuft sowieso zu jedem Besucher hin. Zurückhaltende Welpen werden oft als ängstlich abgestempelt, auch wieder nein, die checken nur die Situation oder haben einfach keine Lust. Aber endlich ist die Wahl gefallen und nun beginnt die Zeit des Wartens. Wenn Sie Glück haben und nicht so weit vom Züchter entfernt wohnen, haben Sie eventuell die Möglichkeit, Ihr Baby (Ich schreibe jetzt bewusst Baby) öfter zu sehen und können die Entwicklung, vom “Meerschweinchen” zum kleinen Hundchen miterleben. Die Aufregung ist groß und die Wartezeit lang. Also was tun, damit die Zeit schneller vergeht?

Richtig, es wird die Hundeausstattung gekauft! Plötzlich kommen Sie an keinem Regal mit Hundespielzeug oder ähnlichem mehr vorbei. Fast täglich wird auf die Homepage des Züchters geschaut, in der Hoffnung, dass neue Bilder eingestellt sind und Sie Ihr Baby auch erkennen. Doch dann ist es soweit, eine Nacht noch schlafen, obwohl das unsinnig ist, denn meistens bekommt man vor Aufregung kein Auge zu.

Viele Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf: Haben wir auch alles was der Welpe braucht, fühlt er sich bei uns wohl, mag er uns überhaupt und ist die Wohnung auch hundesicher? Keine Angst, das Wichtigste, was er braucht, ist Ihre Liebe. Schließlich ist auch das überstanden, mit Halsband und Leine bewaffnet, stehen Sie vor der Tür des Züchters. Nun muss noch die Prozedur der Belehrungen überstanden werden und dann geht es ab nach Hause. Doch diese Belehrungen sind wichtig, denn bei aller Freude darf nicht vergessen werden, dass der kleine Welpe jetzt alles verliert, was ihm vertraut war.

Deshalb sollte man ohne Umschweife zurückfahren, kein Besucher sollte Sie zu Hause erwarten. Sie haben noch genug Zeit, das neue Familienmitglied allen Freunden und Verwandten vorzustellen. Geben Sie ihm die Zeit, die er braucht, um Vertrauen zu Ihnen zu fassen. Trotzdem hat der Welpe nur einen Tag Narrenfreiheit, das ist der Tag der Ankunft. Am nächsten Tag fängt die Schule für ihn an. Und glauben Sie mir, die Trickkiste der Welpen ist reich gefüllt. Wenn er Sie mit traurigen Hundeaugen anschaut, schmelzen Sie dahin und er darf doch mit aufs Klo. So süß sie auch sind, sie sind auch kleine Biester und merken sich Fehler ihrer Futterspender sehr genau. Vor allem ein Rhodesian Ridgeback!

Nun heißt es Abschied nehmen von uns, den Züchtern, und ein neuer Lebensabschnitt kann beginnen. Für uns gibt es nicht Schöneres als Ihre leuchtenden Augen – dann wissen wir, es ist gut so.

 

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